Unser Gehirn...

Scanning of a human brain by X-rays

…und wie es arbeitet!

In der Evolution des menschlichen Gehirns hat sich die Komplexität schnell weiterentwickelt. Diese Entwicklungsstufen stehen in einem direkten Zusammenhang mit äußeren Entwicklungen wie z.B. Entwicklung der Sprache oder dem aufrechter Gang. Auf Grund der Anpassungen entwickelten sich verschiedene Gehirnbereiche, denen dann jeweils neue Aufgaben zukamen. Das menschliche Gehirn ist also kein homogenes Ganzes, sondern ein Verbund von mehr oder weniger selbstständig agierenden Hirnbereichen, die miteinander nur unzureichend kommunizieren. Aus evolutionärer Sicht geht man davon aus, dass der Mensch „drei“ Gehirne hat. Zum einen das Stammhirn, welches der älteste Teil ist und seit Jahrmillionen wichtige Funktionen steuert, wie Instinkte, Angst und Panik. Diese Dinge sind überlebensnotwendig und sind in uns auch heute noch genau so aktiv, wie vor Urzeiten. Aus diesem Grund nennt man diesen Teil des Gehirns auch Reptiliengehirn. Der mittlere Teil der Hirnentwicklung ist das Zwischenhirn. Seit auftauchen der ersten Säugetiere ist das Zwischenhirn die Schaltzentrale der Emotionen. Emotionen haben ihren Sitz im Limbischen System. Das jüngste evolutionsgeschichtliche Gehirn ist das Großhirn. Das Großhirn wird auch „Denkhirn“ genannt und nimmt am meisten Raum ein. Das Denkhirn verleiht uns die Fähigkeit, rational, kreativ, planend und organisierend zu handeln.
Trotz allem besitzt das menschliche Gehirn als Gesamtheit unglaubliche Fähigkeiten, auch Neuroplastizität genannt. Neuronale Plastizität beschreibt die Eigenschaft von Nervenzellen und Synapsen, sich ihrer Verwendung anzupassen, ähnlich wie Schaltkreise, die verknüpft oder gelöst werden können. Eine erlernte Erfahrung wird damit als neuronale Verknüpfung abgespeichert und bleibt solange bestehen, bis sie durch eine neue Erfahrung abgelöst wird.
Das Unbewusstsein trifft ca. 95 % aller Vorentscheidungen und dadurch auch alle unsere Denkvorgänge. Darüber hinaus steuert es alle Körperaktivitäten! Unser Unbewusstes verarbeitet jede Sekunde viele Millionen Informationen, die auf jeden von uns einstürzen und verarbeitet werden müssen. Es filtert, sortiert und bewertet alle eingehenden Informationen. Dieser Bereich des Unbewussten, der für die Filterung zuständig ist, ist der Thalamus. Der Thalamus, von Wissenschaftlern auch das „Tor des Bewusstseins“ genannt, „entscheidet“ was uns bewusst werden soll und was nicht. Er verweigert einen direkten Zugriff des Bewusstseins auf das Unterbewusstsein. Der Thalamus ist mit der Amygdala (Mandelkern), verbunden. Er ist ein Bestandteil des Limbischen Systems, das auch oft als „chemisches Hirn“ bezeichnet wird, da es die Hormonausschüttung reguliert. Dieser Hirnbereich hat Zugang zu den Körperfunktionen und steuert auch direkt zu allen unseren Emotionen bei.
Der Thalamus ist demnach mitverantwortlich, dass jedem von uns verschiedenste Informationen aus der erlebten Außenwelt und der Innenwelt durch das Unbewusste oftmals aussortiert und vorenthalten werden. Dies wird besonders deutlich, wenn diese Informationen nicht dem persönlichen Weltbild entsprechen, das wir seit unserer frühesten Kindheit in uns tragen. Unsere Kindheit wird bei jedem von uns geprägt durch Denk- und Verhaltensmuster und bestimmte Wertvorstellungen die von unseren Eltern, Bezugspersonen und dem sozialen Umfeld auf uns einwirken. Die „vorgelebten“ Programme verankern sich durch unbewusste Wiederholung (Konditionierung) tief in unserem Gehirn und bilden ein neuronales Netzwerk von wiederkehrenden Mustern, Annahmen, Wertvorstellungen und Glaubensätzen über uns selbst! Aufgrund dieser abgespeicherten und in sich stimmigen Programme trifft unser Unbewusstes Tag für Tag seine Vorentscheidungen und steuert unser Leben.

Digital x-ray human brain on black background 3D rendering

Jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Erinnerung und jede Absicht – darin sind sich die meisten Neurowissenschaftler einig – lasse sich auf feinste elektrische und biochemische Impulse zurückführen. Mehr noch: Diese Regungen in dem rund 100 Milliarden Nervenzellen umfassenden Netzwerk des menschlichen Gehirns lassen sich oft bis zu einer Sekunde früher nachweisen als sie der betreffenden Person bewusst werden (Das Libet-Experiment).
Das Gehirn kann nach Ansicht vieler Forscher dem menschlichen Bewusstsein sogar das Gefühl vorgaukeln, autonom zu handeln, obwohl es manipuliert wurde.
Wir glauben also, etwas bewusst getan zu haben, obwohl es vom Unterbewusstsein vorab entschieden und dann ausgeführt wird.

Es ist also kein Zufall, ob es im Leben eines Menschen zu Glück oder Unglück, Erfolg oder Misserfolg, Reichtum oder Armut, Gesundheit oder Krankheit kommt.

Etablierte und tief verankerte Programme, Annahmen, Muster und Einstellungen sind also nichts anderes als stabile und gut ausgebaute neuronale Verknüpfungen. Das ist auch der Grund, warum es uns so schwer fällt, Altes aufzugeben und Neues für uns zuzulassen. Vielen Menschen fällt es ja bekanntlich schwer, ihre Ernähung umzustellen, oder motiviert Sport zu treiben, um ihr Körpergewicht zu reduzieren. Diese Menschen haben dann in den meisten Fällen konditionierte Verhaltens/Glaubensmuster übernommen oder angeeignet, die dann Übergewicht zur Folge hat. Das ist ein Zeichen dafür, dass unser Unbewusstes (aus welchen Gründen auch immer) an dem alten Weltbild, an den alten Denkstrukturen starr festhalten möchte. Diese Strukturen lassen sich mit dem Bewusstsein nicht durchbrechen!
Unser Unbewusstes macht nur eines: Es bestätigt uns nur unser inneres, selbst erschaffenes Weltbild! Das war es dann auch schon. Es arbeitet im weitesten Sinne auf Basis der selbst erfüllenden Prophezeiung. Unser Unbewusstes erhält bzw. „erschafft“ dadurch unser Weltbild immer neu und lässt alles andere dazu stimmig erscheinen. Da die meisten Prozesse und alle Vorentscheidungen unbewusst ablaufen, wird deutlich: Nur wenn sein Unbewusstes ein bestimmtes Ziel hat, wird das Ziel für uns erreichbar! Deshalb müssen wir unser Unbewusstes zu unserem Verbündeten machen. Wer den Zugriff auf die tiefen unbewussten Schichten seines Wesens hat, der besitzt auch ein hochwirksames Werkzeug um unerwünschte Muster zu beseitigen.

Der Schlüssel zur erfolgreichen Veränderung liegt im Unterbewusstsein

Wie schaffen wir es nun, eingefahrenes zu Verändern? Wenn Ihr Unterbewusstsein akzeptiert, dass Sie ab jetzt keine Angst mehr vor dem Fahrstuhl fahren haben brauchen, dann „erschafft“ es für Sie eine neue Realität, in dem die Angstauslösenden Emotionen und Erfahrungen die Verknüpfung zum Fahrstuhl löschen. Das neuronale Netzwerk Angst/Fahrstuhl fällt in sich zusammen und kann neu bewertet und positiv überschrieben werden. An diesem Beispiel kann man sehr gut sehen, dass alle weiteren Muster und Verhaltensweisen auf die gleiche Art und Weise veränderbar sind. Wenn sie also eine Veränderung welcher Art auch immer an sich anstreben, machen sie ihr Unterbewusstsein zu ihrem Verbündeten. Nur mit Hilfe ihres Unterbewusstseins ist eine dauerhafte und erfolgreiche Veränderung zu erreichen. Damit haben sie alle Möglichkeiten, Hemmungen abzubauen, Selbstwertgefühl, Charisma, Körpersprache, körperliche und geistige Gesundheit positiv zu beeinflussen.


Wenn Sie nach einer Methode suchen, die für Sie effektiv und schnell wirkt, wenn Sie eine Methode suchen die am Zensor des Unbewussten vorbei geht, sodass die neuen positiven Botschaften im Unbewussten wirksam werden können, dann gibt es nur eine Technik, nämlich die Selbsthypnose, eingeleitet durch Hypnose. Ist die Selbsthypnose tief genug, kann man mit der Umprogrammierung des Unbewussten beginnen. Angeleitet durch bzw. über diese Technik beginnt es sofort, die äußere Realität, also die grundlegende Einstellung nach und nach so zu verändern, bis diese mit dem übereinstimmt, was Ihr neues positives Ziel ist. Durch Ihre Autosuggestion werden, Ihre neuen Werte, Ihre neue Realität, Ihr neues verändertes Leben in das Unterbewusste hineingeschrieben.
Selbsthypnose gehört zu den kraftvollsten Werkzeugen, die wir für unsere eigene persönliche Entwicklung nutzen können. Sie ist höchst zuverlässig und einfach anzuwenden. Ist die Fähigkeit der Selbsthypnose durch eine entsprechende Hypnosesitzung einmal richtig aktiviert, steht dieses Werkzeug immer, und unter allen erdenklichen Umständen, zur Verfügung. Dann können Sie sich selbst das positive neue Ziel tief ins Gehirn, ins Unbewusste, einprägen. Sie werden ab dann Veränderungen an sich spüren und wahrnehmen, die Sie nicht für möglich hielten. Sie verfügen dann über eine Techniken, die Ihr Gehirn und Ihren mentalen Zustand direkt und dauerhaft positiv beeinflussen können.

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Viele Menschen haben den Wunsch, bestimmte Dinge im Leben zu verändern, oder sich selbst zu verändern. Sich selbst verändern heißt jedoch nicht, wie häufig versucht wird, zu versuchen die äußeren Umstände zu beeinflussen. SICH selbst verändern beginnt immer beim eigenen Ich, beim eigenen inneren Kern, beim eigenen Unbewussten. Durch Selbsthypnose, in Verbindung mit entsprechenden Suggestionen, verfügt der Mensch über die besondere Fähigkeit sich neue Ziele zu setzen, die man normalerweise für unmöglich halten würde

Wussten Sie, dass…?

Was ist Hypnose wirklich?

Viele Menschen haben leider immer noch ein falsches Bild, Vorurteile oder sogar Angst vor der Hypnose. Woher kommt das? Sobald das Wort Hypnose fällt, denkt die Mehrzahl wahrscheinlich zuerst an Showhypnose, in der der Hypnotisierte anscheinend wie fremd gesteuert und willenlos dem Hypnotiseur folgt. Ist das wirklich so? Oder gibt es Hypnose gar nicht und ist einfach nur eine Einbildung oder Show? Nein, Hypnose ist keine Show und auch keine Einbildung!

Vergessen sie am besten alles, was sie über Hypnose gehört oder gelesen haben!

Haben sie schon einmal gedankenverloren vor sich hin geträumt und dabei völlig die Zeit vergessen? Kennen sie das Gefühl, dass nach einer längeren Autofahrt irgendwie die letzten gefahrenen Kilometer „fehlen“, obwohl sie ihr Auto sicher ans Ziel gesteuert haben? Waren sie beim Lesen eines Buches so vollkommen vertieft in den Inhalt, sodass sie das klingelnde Telefon überhört haben?
Um es kurz zu fassen. Den Zustand einer Hypnose kennt jeder von uns. Er ist vollkommen normal und absolut ungefährlich! Die Trance ist ein natürlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens, denn wir befinden uns täglich mehrmals im Trancezustand. Wir bemerken es oftmals gar nicht, da wir es nicht als Hypnose definieren. Wir fühlen uns beim „Tagträumen“ nicht „hypnotisiert“, weil es ein uns sehr vertrauter Zustand ist. Vergessen sie also die Ansicht, dass es ein typisches „Hypnosegefühl“ gibt.

Hypnose ist für unser Gehirn Alltag und ein ganz natürlicher Zustand!

Da jeder Mensch diese Trance für sich persönlich anders und individuell wahrnimmt, gibt es
auch nicht das Gefühl der Hypnose! Manche Menschen gehen sehr schnell in Hypnose, andere wiederum benötigen mehr Zeit. Auch die Empfindungen können sehr variieren. Es wird oftmals von einem Gefühl der Leichtigkeit oder der Schwere gesprochen. Die
körperliche- und mentale Entspannung, in der unser bewusstes Denken in den Hintergrund rückt, wird häufig auch als sehr wohltuend, erholsam und tiefgehend beschrieben. Dadurch, dass im tiefen Entspannungszustand der kognitive, bewertende und kritische Teil unseres Gehirns (kritischer Faktor genannt) umgangen werden kann, ist es möglich, Zugang zum Unterbewusstsein zu erlangen. Wir sind offen für Suggestionen und haben Zugang zu unserer „emotionalen Bibliothek des Lebens“. Diese „Bibliothek“ enthält alle Prägungen, Gewohnheiten, Informationen und Einträge, die uns zu dem machen, was wir sind, denn das Unterbewusstsein steuert ca. 95 % unseres Denkens und Verhaltens!

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Das ist der Grund, warum wir mit dem bewussten Verstand und Willenskraft sehr häufig scheitern, wenn wir auf diesem Weg etwas verändern wollen. Unser Unterbewusstsein wird immer stärker sein und dafür sorgen, dass der abgespeicherte Zustand erhalten bleibt!

Wenn wir also nachhaltig etwas verändern oder lösen wollen, müssen wir mit dem Unterbewusstsein arbeiten. In Hypnose öffnen wir also bildlich gesprochen die Tür zur Bibliothek und suchen die „Einträge“ die uns belasten oder hindern.
Sind diese „Einträge“ gefunden, kann das Unterbewusstsein diese neu bewerten, verarbeiten oder löschen, damit der Prozess der Erneuerung etabliert werden kann.

Schlafe ich in Hypnose?

Nein! Hypnose ist kein Schlaf!
In Hypnose arbeitet unser Gehirn messbar anders als im Schlaf. Während die Hypnose im Frequenzbereich zwischen 8 und 14 Hertz (Alpha-Wellenbereich) arbeitet, sind wir im Schlaf im Bereich der Delta/Theta Wellen von unter 8 Hertz.
Unser Gehirn arbeitet in hypnotischer Trance mental nicht mehr analysierend sondern assoziativ, sodass zum Beispiel imaginierte Bilder zur inneren Realität werden. Unsere Wahrnehmung fokussiert sich nach innen und blendet die äußeren Einflüsse immer mehr aus. Ein Phänomen der Hypnose ist zum Beispiel, dass das Zeitgefühl verloren geht. Viele Menschen sind nach einer Hypnose überrascht, dass sie viel länger in Hypnose waren, als es ihr Gefühl vorgegeben hat.

Bin ich in Hypnose bewusstlos?

Ganz im Gegenteil! In Hypnose sind wir nicht, wie häufig angenommen, weggetreten oder nicht ansprechbar. Wir sind im hypnotischen Zustand sehr klar und konzentriert. Wir hören alles und können normal sprechen. Auch sind wir in der Lage, jederzeit die Hypnose selbstständig zu unterbrechen, wenn wir es möchten. Demnach ist niemand in Hypnose dem Hypnotiseur willenlos ausgeliefert oder erleidet einen Kontrollverlust. Oftmals gibt es auch Bedenken in Hypnose „stecken zu bleiben.“ Ich kann sie beruhigen. Es geht nicht! Jeder Mensch ist immer in der Lage, selbstständig aus der Hypnose wieder herauszukommen.

Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden!

Wenn sie nicht in Hypnose gehen möchten, wird es auch nicht funktionieren!
Es ist also vollkommen unbegründet, warum Menschen Vorbehalte oder gar Ängste haben, in Hypnose zu gehen. Es erfordert immer das Vertrauen und die Bereitschaft mitzumachen um den Worten des Hypnotiseurs zu folgen, denn Hypnose ist immer Kooperation und Teamarbeit. Nur so ist gewährleistet, das eine erwünschte Zielerreichung und eine positive Veränderung erfolgreich ist.

Die Macht der inneren Bilder… und wie sie uns steuern!

Brain trauma and aging or neurological damage concept as an iceberg floating in an ocean breaking apart as a health crisis metaphor for human mental stress and a symbol for psychology and psychiatric problems.

Jeder Gedanke bewirkt eine physische Reaktion

Wussten sie eigentlich, dass ihre Gedanken alle Funktionen ihres Körpers beeinflussen? Jeder von uns kennt Sätze wie zum Beispiel „Liebe geht durch den Magen“ oder hatte schon einmal die berühmten „Schmetterlinge“ im Bauch. Das sind Gefühle im positiven Sinn. Unser Körper reagiert mit einem behaglichen Gefühl und man könnte die Welt umarmen! Dagegen lösen Sorgen im negativen Beispiel wiederum Veränderungen im Magen aus, die mit der Zeit zu Magengeschwüren führen können. Wut und Zorn sind in der Lage, sich durch entsprechende Hormonausschüttung negativ auf die Nebennierendrüsen auszuwirken. Ein Gefühl der Angst löst eine Reihe von körperlichen Veränderungen hervor. Der Adrenalinspiegel im Blut erhöht sich und die Pulsfrequenz steigt. Wir beginnen unter anderem zu schwitzen oder bekommen kalte Hände. Warum ist das so?

Ideen, die einen starken emotionalen Gehalt haben, erreichen fast immer das Unterbewusstsein, da dieses der fühlende Teil des Verstandes ist. Einmal im Unterbewusstsein verankert und akzeptiert, produzieren diese inneren Bilder sehr zuverlässig und immer wiederkehrend die damit verbundenen körperlichen Reaktionen. Eine Person, die sich vor der anstehenden Prüfung ausmalt, dass sie die Prüfung nicht schafft, wird sich durch negative Gedanken und die Angst vor dem Versagen also selbst dahingehend beeinflussen, dass die Wahrscheinlichkeit des Durchfallens sehr hoch ist. Ist die Person dann tatsächlich durchgefallen, fühlt sie sich damit bestätigt. Diese negative Erfahrung führt wiederum zu einem neuen Glaubenssatz (z.B. Ich schaffe das sowieso nicht!) Der neu „erschaffene“ Glaubenssatz führt danach wieder zu negativen Bildern und Emotionen bei der nächsten Prüfung… Eine Negativspirale entsteht!

Um diese Spirale zu durchbrechen und chronische negative körperliche Reaktionen aufzulösen oder zu verändern, müssen wir das Unterbewusstsein erreichen und die Idee umwandeln, die für die Reaktion verantwortlich ist. Es ist also zu allererst zu klären, warum ein negatives Bild, oder Gefühl überhaupt besteht. Die Antwort ist im Unterbewusstsein abgespeichert. Mit Hilfe der Hypnose wird das ursächliche Ereignis für ein negatives Bild oder Gefühl ausfindig gemacht und gelöst. Die Negativspirale wird damit unterbrochen und der Körper reagiert nicht mehr auf das innere Bild.

Wir werden zu dem, was wir uns vorstellen

Das menschliche Gehirn und unser Nervensystem reagieren auf Bilder und Vorstellungen. Es ist dabei vollkommen unwichtig, ob die Vorstellung selbstinduziert ist oder von außen kommt. Die einmal geformte Vorstellung wird zu einem automatisierten Programm für die passende Situation. Daraus generiert sich das Unterbewusstsein alle Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung stehen, um das Programm auszuführen. Sich Sorgen zu machen ist eine Art, ein Bild dessen zu programmieren, was Sie nicht haben möchten, aber das Unterbewusstsein arbeitet daran, das Bild wahr werden zu lassen. Das, was Sie befürchten, tritt ein.

Angst ist ein gutes Beispiel. Bei einer Angst handelt es sich sehr häufig um eine unbewusste Erwartung, dass etwas Schlimmes passieren wird. Aus dieser Erwartung heraus, benehmen wir uns ängstlich, auch unsere Körpersprache passt sich unseren Gedanken an. Es gibt aber auch die „anderen“ Menschen, denen scheinbar alles gelingt und die immer auf der Erfolgsspur fahren. Diese Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine positive mentale Erwartungshaltung in sich tragen. Die Vorstellungskraft und die etablierte Überzeugung ist also immer stärker als Wissen!

Wenn eine Überzeugung vom Unterbewusstsein akzeptiert worden ist, dann bleibt sie dort, bis sie von einer anderen Überzeugung ersetzt wird (siehe neuronales Netzwerk).
Je länger eine Überzeugung besteht, desto schwieriger wird es, sie gegen eine neue Überzeugung auszutauschen. Sobald Sie eine Überzeugung akzeptiert haben, neigt sie dazu, eine feste Gewohnheit im Denken zu werden. So entstehen Gewohnheiten. Erst kommen der Gedanke und dann die Handlung. Manche Menschen, greifen dann als Reaktion zu einer Zigarette oder essen Schokolade um ihre Nerven zu beruhigen. Diese Ersatzhandlung beruhigt zwar nicht, aber die Überzeugung besteht und ist eine fixe Idee geworden. Es wird immer Widerstand geben, wenn man versucht, diese Idee durch eine korrekte Vorstellung zu ersetzen. Aber egal wie fest eine Idee verankert sein mag oder wie lange sie schon besteht, Sie können sie mit Hilfe von Hypnose ändern.


Emotional bedingte Symptome neigen dazu, organische Veränderungen herbeizuführen, wenn sie lange genug anhalten

Viele angesehene Wissenschaftler und Mediziner sind inzwischen der Ansicht, dass mehr als siebzig Prozent aller menschlichen Erkrankungen funktionelle Ursachen haben und keine organischen. Dies bedeutet, dass die Funktion eines Organs oder eines anderen Teils des Körpers durch eine Reaktion des Nervensystems auf negative Vorstellungen aus dem Unterbewusstsein gestört wird. Sie sind ein Verstand in einem Körper, und beide können nicht getrennt werden. Darum wird, wenn Sie weiterhin schlechte Gesundheit fürchten und dauernd über Ihren „nervösen Magen“ oder „Spannungskopfschmerz“ klagen, mit der Zeit auch eine organische Veränderung eintreten. Werden emotionale Konflikte im Unterbewusstsein nicht, oder falsch verarbeitet, führt das zu einer dauerhaften seelischen Anspannung und Überlastung, bei dem auch das Immunsystem geschwächt wird.

Die „Selbstheilung“ durch unser Immunsystem läuft im Grunde genommen täglich in uns ab, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Erst wenn die selbstheilenden Mechanismen so gestört und beeinträchtigt sind und nicht mehr reibungslos funktionieren, wird es uns als Symptom angezeigt.
Durch die Schwächung können die körpereigenen Abwehrkräfte nicht mehr ausreichend Selbstheilungskräfte mobilisieren. Das kann sich am Anfang zum Beispiel durch eine erhöhte Infektanfälligkeit bemerkbar machen. Auch eine Übererregung des Immunsystems kann zu Beschwerden führen, die dann im schlimmsten Fall chronisch werden. Bis dahin unproblematische Substanzen und Stoffe werden dann schleichend zu Auslösern für Allergien, Haut- und Atemwegserkrankungen oder Verdauungsproblemen und setzen eine Lawine von Abwehrmechanismen in Gang, die nicht selten zu weiteren Problemen führen.

Mit Hilfe der Hypnose ist es möglich, ursachenorientiert die Auslöser zu finden, die natürlichen vorhandenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu stärken, indem die dahinter liegenden emotionalen Auslöser aufgelöst werden. Durch die harmonisierende und entlastende Wirkung auf der emotionalen Ebene, wird als Folge die körperliche Ebene wieder in Einklang gebracht und die Symptome können ausheilen.

Je größer die bewusste Anstrengung ist, um Veränderungen im Unterbewusstsein herbeizuführen, desto geringer ist die Antwort des Unterbewusstseins


Dies ist der Beweis dafür, dass Willenskraft nicht wirklich existiert! Wenn Sie mal unter Schlaflosigkeit gelitten haben, dann kennen Sie den Effekt, dass Sie umso wacher werden, je mehr Sie zu schlafen versuchen. Je mehr Sie es versuchen, desto schwieriger wird es einzuschlafen und desto wacher werden Sie.
Wenn es um Hypnose geht ist das genau so. Lassen Sie es ruhig angehen. In dem Maße, wie Ihr Vertrauen in Ihr Unterbewusstsein steigt, lernen Sie, es geschehen zu lassen statt es erzwingen zu wollen. Manche Leute möchten so dringend in Hypnose gehen, dass sie zu helfen versuchen, damit es klappt. Dies bewirkt, dass das Bewusstsein aktiv bleibt und es unmöglich wird, eine Trancetiefe zu erreichen, in der man sinnvoll arbeiten und effektive Veränderungen herbeiführen kann.