Was bedeutet Hypnoanaylse?

Die Hypnoanalyse gilt im therapeutischen Sinne als die Königsklasse der Hypnoseanwendungen und erfordert eine spezielle Ausbildung, die nicht jeder Hypnotiseur anbieten kann. In der Hypnoanalyse, oder auch Regressionstherapie, werden verborgene und verdrängte Themen, die zu Problemen führen, ausfindig gemacht und gelöst.
Man spricht daher auch von ursachenorientierter Hypnose. Dieses Verfahren ist sehr effektiv und nachhaltig, da nicht wie in vielen anderen Therapieformen die Symptome behandelt, sondern die Ursachen aufgedeckt werden. Durch dieses Vorgehen können durch Lösen des „inneren Konflikts“ die natürlichen Ressourcen neu mobilisiert werden und eine körperliche und emotionale „Heilung“ eintreten.

Das Unterbewusstsein bekommt damit die Möglichkeit, negative Gedanken und Gefühle zu neutralisieren und neu zu bewerten. Mit der neuen Sichtweise des Unterbewusstseins werden die Grundlagen für destruktive Verhaltens- und Denkmuster und limitierende Überzeugungen entzogen. Nach einer erfolgreichen Sitzung mit Hilfe der Hypnoanalyse stellen Klienten oftmals sehr schnell eine emotionale und körperliche Entlastung fest. Dies wiederum führt danach häufig schon zu einer deutlichen Steigerung der Selbstheilungskräfte und zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

Was ist das Simpson Protocol?

Hypnose ohne Worte!

Können, oder möchten sie nicht über ihr Problem sprechen?
Es gibt eine alternative zur klassischen Hypnose. Das Simpson Protocol

Die kanadische Hypnotiseurin Ines Simpson entwickelte diese einmalige und hocheffiziente Hypnosemethode, die bei allen auftretenden Problemen angewendet werden kann.

Das Simpson Protocol ist ein multifunktionales Hypnosewerkzeug, mit dem auch tief liegende und verdrängte Problematiken gelöst werden können, ohne dass der Hypnotiseur, oder der Klient selbst, von dem auslösenden Problem wissen müssen. Daher kann auf ein ausführliches, eventuell belastendes Vorgespräch, weitgehend verzichtet werden.

Das Simpson Protocol wirkt schnell und nachhaltig. Oftmals reicht schon eine Intensivsitzung von ca. 3 Stunden aus, um positive Veränderungen zu erreichen. In wenigen Fällen reicht eine Folgesitzung von einer Stunde aus, um das Problem ganz zu beseitigen.

Im Simpson Protocol findet die Kommunikation mit dem Klienten über installierte Fingersignale (Ideomotorik) statt, sodass der Klient in der Hypnose nicht sprechen muss.
Das Simpson Protocol arbeitet im tiefsten Trance-Zustand, dem Esdaile-Stadium.
In diesem Entspannungszustand ist der Weg frei, um den Geist (dem Überbewusstsein) anzuleiten, die Veränderungsarbeit zu leisten. Somit ist es möglich, auch hartnäckige Muster zu verändern und neue, positive zu etablieren.

Der Yager-Code

Dr. Edwin Yager ist Professor für klinische Psychiatrie an der medizinischen Fakultät der Universität Kalifornien in San Diego. Er ist Psychologe der UCSD Medical Group und führt auch eine eigene Praxis in San Diego.
Dr Yager lehrt, forscht und praktiziert seid über 40 Jahren auf dem Gebiet der Hypnose und hat dieser erfolgreichen Therapie-Methode seinen Namen gegeben.

Der Yager-Code (auch Subliminal-Therapie genannt) zeichnet sich dadurch aus, dass er
ohne Hypnose angewendet werden kann.

Der Yager-Code arbeitet nicht wie in der klassischen Hypnose mit dem Unterbewusstsein, sondern nutzt eine Instanz in uns, die unsere heutige „moderne“ Kultur weitgehend vergessen hat. Diese Instanz oder höhere Intelligenz besitzt jeder Mensch von Natur aus. Leider nutzen wir sie nicht. Die meisten werden noch nicht einmal wissen, dass es so was überhaupt gibt!

Diese höhere Instanz hat viele Namen. Wir kennen es vielleicht unter dem Begriff „Höheres Selbst“, Überbewusstsein oder auch Intuition.
Das Überbewusstsein besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten von sehr hohen therapeutischen Wert und hat Zugang zu allen Teilen des Unterbewusstseins. Diese Fähigkeit nutzen wir, um mit diesen Teilen zu kommunizieren und sie zu rekonditionieren.

Für wen ist der Yager-Code geeignet?

  • Der Yager-Code ist für jeden Menschen geeignet. Insbesondere auch für Kinder
  • Für Menschen, die nicht in Hypnose gehen wollen oder können
  • Für Menschen, die nicht offen über ihr Problem sprechen wollen, können, dürfen
  • Wenn religiöse Gründe gegen eine Hypnose sprechen
  • Für Menschen, die nicht mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert werden möchten

Stressanalyse und Burnoutberatung

„Neuronale Erkrankungen wie Depression, ADHS und Burnout sind darauf zurückzuführen, dass wir in unserer Gesellschaft, globalisiert auf Leistung bezogen, nichts mehr als verboten, fremd oder unterdrückend begreifen, sondern (ganz im Gegenteil) alles als Herausforderung verstehen. Anstatt sich von einer wie auch immer gearteten äußeren Macht zu fürchten, kollabiere der Mensch des 21. Jahrhunderts an der Unendlichkeit seiner Möglichkeiten.“

Zitat: Prof. Byung-Chul Han, Philosoph und Kulturwissenschaftler, 2010

Wie entstand der Begriff Burnout?

Der Begriff „Burnout“ wurde geprägt vom deutsch-amerikanischen Psychologen und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger. Freudenberger war sehr in seinem Beruf engagiert und hatte über lange Zeit selbst intensive Arbeitstage von bis zu 16 Std. täglich. Er „opferte“ sich seiner Arbeit und seiner Arbeit mit Patienten und stellte an sich selbst mit der Zeit fest, dass er psychische und psychosomatische Beschwerden entwickelte. Er ging davon aus, dass diese aufkommenden Gefühle von Resignation, Leere, Erschöpfung und Psychosomatik vor allem bei Menschen in helfenden Berufen auftreten, die sich zu sehr für ihren Beruf engagieren.  Nach einem Zusammenbruch 1974 analysierte Herbert Freudenberger sich und seinen Zustand der Veränderung und prägte als erster den Begriff „Burnout“ als Ausdruck von anhaltender Müdigkeit und emotionaler Erschöpfung mit reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit.

Was ist Burnout?

Es gibt unzählige wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Publikationen zum Thema Burnout. Trotzdem wird dem Burnout-Syndrom bis heute keine klare und verbindliche Definition zugeschrieben. Ein Burnout als solchen zu definieren ist sehr komplex und schwierig, da ein Burnout in seinen Ursachen und Symptomen unspezifisch ist. Burnout wird üblicherweise als Folge chronischer beruflicher und/oder privater Überlastung erlebt und ist ein Ausdruck einer tiefgreifenden emotionalen Erschöpfung. Die Erschöpfung wird begleitet von erheblichen Leiden, einem Gefühl von reduzierter Effektivität, nachlassender Motivation und der Endwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen. Burnout entwickelt sich seit Jahren immer mehr zu einer Zivilisationskrankheit mit steigender Zahl Betroffener. Das Burnout-Syndrom durchzieht mittlerweile alle Schichten unserer Gesellschaft. Selbst Kinder zeigen heute schon oftmals Symptome von Überforderung und mangelnder Stressbewältigung an.

Eine über längeren Zeitraum bestehende Erschöpfung geht zurück auf eine Diskrepanz zwischen dem, was Menschen in ihrer Arbeit oder in ihrem privaten Umfeld erwarten und dem, was tatsächlich real geschieht. Diese Art der psychischen Veränderungen ergibt sich durch unbewusste und vor allem unangemessene Konflikt- und Bewältigungsstrategien. Ein Burnout entwickelt sich also schleichend und langsam und wird vom Betroffenen sehr oft nicht bemerkt. Werden die ersten Anzeichen einer Veränderung bewusst wahrgenommen, ist der Betroffene schon in der Burnout-Spirale „gefangen“. Ein Burnout trübt das eigene Urteilsvermögen in dem Maße, dass man den Prozess, in dem man sich befindet nicht bemerkt. Ein typisches Merkmal eines Burnout!

„Innere und äußere Faktoren“

Jeder Mensch bringt unterschiedliche Vorraussetzungen mit. Die inneren Faktoren können Persönlichkeitsmerkmale sein, die wir zum Beispiel im Laufe unseres Lebens erlernt haben. Dazu gehört das Selbstwertgefühl, Perfektionismus, hohe Empathie, oder auch ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Begünstigend für einen Burnout sind auch Dinge wie eine fehlende Abgrenzung (nicht „Nein“ sagen können), geringe Resilienz oder Selbstwahrnehmung.

Zu den äußeren Faktoren, die den Burnout begünstigen, zählen zum Beispiel Arbeitsverdichtung, schlechtes Arbeitsklima, häufige Vorgesetzten- und Arbeitsplatzwechsel, Druck durch Arbeitsprozesse, Gruppendynamik, Zeitdruck und permanente Arbeitsbelastung ohne genügend Ruhephasen, mangelnde emotionale und finanzielle Kompensation für geleistete Arbeit (Defizite bei persönlicher Wertschätzung, Anerkennung und Wahrnehmung), fehlende Autonomie, übersteigerte Kontrolle und Überwachung.

Symptome für Burnout

Die Symptome eines Burnout sind sowohl psychischer- wie auch körperlicher Natur. Ein zentraler Punkt eines Burnout ist die dauerhafte Übererregung des Nervensystems durch Stress. Chronischer Stress bewirkt eine vermehrte Produktion und Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Auch das Verhältnis von Adrenalin und Noradrenalin wird bei  chronischem Stress gestört. Der Körper baut Stresshormone im Normalfall in den Erholungsphasen ab. Ist aber ein Abbau durch zu kurze Erholung nicht, oder nur erschwert möglich, kommt es auf Dauer zu einem Ungleichgewicht im gesamten Hormonhaushalt, den unser Körper nur noch bis zu einem gewissen Grad kompensieren kann. Die Folge sind die ersten zu beobachtenden Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Unruhe, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen. Die Beschwerden weiten sich aus bis zu psychosomatischen Erkrankungen, die im Endstadium mit einem Gefühl von Sinnlosigkeit und existenzieller Verzweiflung endet. Angstzustände, Sucht, Depressionen und eine hohe Suizidgefahr sind keine Seltenheit.

Entwicklungsstufen eines Burnout

Anfangsstadium:

– Ursprünglich vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele
– Arbeit wird tatsächlich oder gedanklich mit nach Hause genommen
– Verzicht auf Pausen, Erholungsdefizit
– Perfektionismus
– Überforderung, der Beruf oder Themen im Beruf stehen an erster Stelle
– Der Mensch fühlt sich unentbehrlich
– Wahrnehmung von fehlender Anerkennung
– Emotionale, kritische und abwertende Schuldzuweisungen
– Emotionaler Rückzug
– Beschränkungen sozialer Kontakte auf einen Bereich
– Nichtbeachten eigener (privater) Bedürfnisse
– Vernachlässigung von Partner, Familie und/oder Freizeitaktivitäten

Fortgeschrittener Burnout-Prozess:

– Erschöpfungszustände
– Schlafstörungen und chronische Müdigkeit
– Konzentrationsschwächen
– Desorientiertheit
– Verringerte Leistungsfähigkeit
– Motivationsmangel und Antriebsschwäche
– Vermeidungsstrategien
– Kreisende Gedanken und Grübelphasen
– Chronische Unruhe und Gereiztheit
– Angstzustände
– Zynismus
– Verdrängung und Verleugnung von Problemen

Endstadium:

– Depersonalisation
– Panikstörungen
– Tiefe Verzweiflung
– Gefühl von extremer Hilflosigkeit
– Hoffungslosigkeit
– Innere Leere, Symptome ähnlich einer schweren Depression
-Völliger mentaler und körperlicher Zusammenbruch
– Suizidgedanken

Folgen durch Burnout

Psychische- und psychosomatische Erkrankungen und Burnout sind seit Jahren immer mehr der Grund für steigende krankheitsbedingte Fehlzeiten in Unternehmen.
Das hat nicht nur gravierende Auswirkungen für den Betroffenen selbst, sondern auch einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden zur Folge.

Fällt ein Mitarbeiter aus, so ist die Fehlzeit am Arbeitsplatz meist langfristiger. In heutigen Formen der Arbeitsorganisation wird die fehlende Arbeitskraft durch Mehrarbeit der anderen Mitarbeiter ausgeglichen. Dies führt dann in der Folge wiederum zu negativen Auswirkungen auf die Motivation und Leistungsfähigkeit der verbliebenen Mitarbeiter.

Das Grafik zeigt die Entwicklung der AU- Tage und AU- Ausfälle pro 100 Versichertenjahre aufgrund psychischer Erkrankungen (Quelle: AU- Daten, DAK-Gesundheitsreport 2017).

Burnout – Und nun?

Dem Betroffenen sollte klar werden, dass es im akuten Fall von Burnout nicht ohne professionelle Hilfe geht. Wichtig ist dabei immer eine ärztliche/psychologische Abklärung.

Ziel einer Therapie ist Wiederherstellung der körperlichen- und mentalen Leistungsfähigkeit und die Zurückerlangung von Lebensqualität.
Je nach Stadium und Fortschritt eines Burnout sollte man sich auf eine längerfristige Dauer der Rehabilitation einstellen. Da sich ein Burnout über mehrere Jahre aufbaut, mitunter von angeeigneten negativen Denk- und Verhaltensmustern, ist eine kurzfristige Genesung nicht so einfach möglich.

Ist eine Diagnose durch einen Arzt erfolgt, sollte zu allererst die betroffene Person beruflich „aus dem System“ herausgenommen werden, um eine erste Entlastung zu erzielen.
Eine kurze Unterbrechung oder Sätze wie „Mach erstmal ein paar Tage Urlaub“ reichen nicht aus! Die weiteren Schritte sollten aus Hilfestellung und Beratung für den Betroffenen selbst und auch für Angehörige bestehen. Intensive Aufklärung zum Thema Burnout und das Verstehen um die Lage sind wichtige Dinge, um die Grundlage für eine Genesung zu legen.

Hypnose bei Burnout

Wer an einem Burnout erkrankt ist, benötigt in erste Linie eine schnelle und nachhaltige Entlastung und Erholung des zentralen Nervensystems. Durch die lang anhaltende Übererregung sind tiefe und längere Ruhephasen dringend nötig.

Hierbei kann die Hypnose hervorragende und wertvolle Hilfe leisten, da in Tiefenhypnose eine vielfach schnellere Regeneration möglich ist. Dies führt zu einer körperlichen und mentalen Stabilisierung des Patienten, auf der im weiteren Verlauf die systematische Suche nach den Gründen erfolgt. Auch hier ist die analytische Hypnose ein sehr effektives Mittel zur Findung und Lösung innerer Konflikte, die zum Burnout beitragen. In der Analyse und Nachbetrachtung zeigt sich ein persönliches „Stressprofil“, welches dann positiv bearbeitet wird. Stressbewältigungsstrategien und Achtsamkeitsübungen unterstützen die Erkenntnis und den Heilungsprozess.

Für eine langfristige Unterstützung des Genesungsprozesses wird außerdem die Selbsthypnose trainiert und eingesetzt. Damit ist der Betroffene mit einem sehr effektiven und wirksamen Werkzeug für die Selbsthilfe ausgestattet.

Burnout und Prävention

Noch viel wichtiger und effektiver als eine Behandlung ist die Prävention. Mangelndes Wissen und Fehlinterpretationen führen häufig in die gesundheitliche Sackgasse. Darum ist ein Grundwissen zum Thema Burnout in unserer heutigen Leistungs- und Informationsgesellschaft unabdingbar. Das Risiko, an einem Burnout zu erkranken, steigt durch die grundlegende Veränderung unserer Arbeitswelt und den Anforderungen in der Gesellschaft immer mehr an. Um sich sinnvoll und wirksam zu schützen, ist eine konsequente Aufklärung umso wichtiger.